Dienstag, 27. Oktober 2015

Gipsnegativschalen-Was ist das?

In meinen Beiträgen habe ich öfters schon Begriffe wie Negativform verwendet, heute zeige ich euch Anhand des modellierten Tonponys mal wie man so etwas her stellt.
Ihr seht hier eine verlorene Form, das heißt man gießt diese Form ein einziges mal aus und beim auslösen des Gusses geht diese dann kaputt.
Es gibt auch mehrteilige Formen mit denen man mehrere Gussvorgänge machen kann.
Gips kann man mit vielen Dingen ausgießen, bisher habe ich Latex, diverse Gipsarten, Polyestergiesharz und Beton benutzt.

Nützlich sind Güsse z.B um etwas haltbar zu machen, da z.B Ton vertrocknet, eine bestimmte Stückzahl her zu stellen oder auch rein für den künstlerischen Aspekt.

Ihr braucht
-Gipskleidung-alte Kleidung die schmutzig werden darf
-stabile, rutschfeste, möglichst Wasserabweisende Schuhe
-mehrere stabile Spachteln
-einen kleinen und einen großen Gipsbehälter, ca 500ml und 5-10Liter
-euer Tonmodell, dass auf einem transportablen, festen  Untergrund steht z.B ein Brett.
-dünnes, stabiles Blech
-Spülmittel und mittelgroßer Pinsel, ca 2-4cm

Vor dem Gipsen immer Hände eincremen, dass sorgt dafür, dass der Gips viel leichter von der Haut geht.

Als erstes nehmt ihr eure Tonform und überlegt wie viele Teile muss ich abstecken.
Ihr könnt meist einfach Gips drauf klatschen, da oft Amierungseisen im Ton sind und man Luft-und Gießwege braucht auserdem bekommt man den Ton nicht mehr raus. Wir machen hier zwar eine verlorene Form, das heißt aber nicht, dass es nur ein Teil ist sondern, dass man die Form nicht einfach vom fertigen Guss lösen und wieder verwenden kann.
Wichtig hierbei ist, dass der Ton gut feucht ist. Je feuchter der Ton umso leichter geht er später aus der Gipsform.

Bei meinem Pony benötige ich drei Schalen, mein Grundgerüst ging von der Mitte der Platte in den Bauch des Ponys, daran waren gebogene Eisen für Schweif, Beine und Kopf befestigt. Dies braucht man damit der Ton stabil bleibt und nicht zusammen fällt.
Die Eisen verhindern aber, dass man die Form dann einfach auseinander ziehen kann.
Meine Form besteht aus der Rückenform, da man diese einfach hoch ziehen kann und jeweils einer Form für die Vorderhufe und einer für die Hinterhufe. Der Schnitt befindet sich hier an der Eisenstange die in den Bauchraum geht.

Beim Abstecken achtet man darauf, nicht ausgerechnet an Hinterschneidungen zu stecken und muss überlegen welche Stellen sind beim auseinander nehmen empfindlich oder auch Hinterschnitten.
Die Blechreihe durch die Ohren zu führen wäre z.b nicht gut gewesen.


Zum Abstecken benutzt man Blechstücke, es muss stärker wie Dosenblech sein, sollte aber trotzdem möglichst dünn sein, da es ja eine Trennlinie zwischen zwei Formen bildet und man die später nicht sehen sollte.

Die Blechstücke kann man mehrmals verwenden, sollte sie aber vor jeder Benutzung Gipsreste und Unebenheiten entfernen, z.B durch abkratzen mit einer Spachtel.
So minimiert man die Verzahnungsgefahr mit der Gipsform.

Es gilt die Regel Gips an Gips haftet, Gips an Ton nicht.
Aus diesem Grund isoliert man die Bleche z.B mit einem Spülmittel-Wassergemisch vor dem Gipsauftrag. Bei neuen Blechen ist das nicht unbedingt nötig-bei benutzten schon, da an diesen immer Gips haftet.

Die Bleche sollten bei größeren Formen ein gutes Stück aus dem Ton heraus schauen, das bestimmt die spätere Dicke der Form, in meinem Fall circa 3 cm.
Je dicker umso schwerer wird allerdings die spätere Form.

Wenn die Naht gesteckt ist, kommt die Sogenannte Alarmschicht. Diese wird flüssig gegen den Ton gespritzt und besteht aus flüssigem, mit günstigen Pigmenten leicht eingefärbtem Stuckgips.

Man braucht sie um  Feinheiten abzuformen und als späteres Erkennungszeichen, dass man sich nahe an der gegossenen Form befindet.
Die Schichtdicke beträgt wenige Millimeter.


Hierbei muss beachtet werden, dass die Blechränder wieder frei gekratzt werden müssen. Die Trennnaht muss immer frei und sichtbar bleiben, da sie später beim auseinander nehmen der Form wichtig ist.
Man kann später mit Hilfe einer Spachtel an der Trennnaht die Form auseinander hebeln.

Die Alarmschicht soll nun härten, dass darf man aber nicht mit vollständigem durch trocknen verwechseln. Geht man mit frischem Gips auf länger trocknenden Gips(3 Tage oder älter)zieht dieser sofort die Feuchtigkeit aus dem neuen Gips-der neue Gips bröckelt nun z.B einfach aber und ist in seiner Haltbarkeit vermindert.

Es ist aber problemlos möglich erst nach einem Tag die neue Schicht aufzutragen.
Das der Gips aushärtet erkennt man daran, dass er Warm wird.



 Sobald die Alarmschicht fertig aufgetragen ist, fängt man an Sogenannte Amierungseisen zu biegen.
Diese werden in Nahtnähe und an empfindlichen Stellen mit eingegipst um die Form zu stabilisieren.

Ich habe an der kompletten Naht oben und unten ca 5mm starke Eisen mit eingegipst, sowie an den Beinen und am Sockel.

Damit diese auch an der richtigen Stelle halten, kann man sie mit etwas Gips fest machen.

Um die Zeit bis der Gips cremig wird zu minimieren, kann man ihn mit warmen Wasser anrühren.
Wenn er cremig ist, bleibt an der aufgetragenen Stelle und fließt nicht einfach an der Form hinunter.

Amierungseisen können mehrmals verwendet werden, solange sie noch nicht vollständig vom Rost zerfressen sind.

Nun kommt die abschließende dicke Gipsschicht.
Da Gips recht schnell anzieht, muss man öfters neu anrühren-selbst wenn man schnell arbeitet gibt es einfach ein Stadium an dem der Gips nicht mehr so einfach in Hinterschneidungen etc. hinein wabbelt-trägt man ihn dann noch auf, entstehen Luftblasen in der Form die diese schwächen.

Man wartet bis der Gips anzieht, er wird dann etwa wie eingerührter Pudding und arbeitet sich dann an der Form nach oben.

Die Gipsdicke sollte gute 3 cm betragen und überall etwa gleich dick sein.
Kommt es z.B ausgerechnet an den Beinen oder der Naht zu einer dünneren Schicht, bildet sich so eine Schwachstelle an der der Gips später leicht brechen kann.

An schwierigen Stellen, z.b Hinterschneidungen, kann man den Gips mit der Hand etwas wabbeln, da er so kurzzeitig anpassungsfähiger wird


Auch hier ist wieder sehr darauf zu achten, dass die Naht frei gekratzt wird.
Man schaut außerdem das auf beiden Seiten der Naht eine jeweils etwa 3 cm breite, gerade Fläche entsteht. Diese modelliert man einfach mit der Spachtel in den noch wichen Gips.

Wenn eure Form komplett von Gips eingehüllt ist und die Nähte frei liegen, wartet man bis sich der Gips erwärmt.
Dann kann man die komplette Form nochmals für ca. 10 Minuten wässern, sie geht dann leichter auseinander.
Hierzu stellt ihr das ganze z.B in eine Wanne und gebt einfach Wasser hinein.








Hier seht ihr gut die beschriebene Nahtfläche.
die horizontale, silberne Linie ist die frei gekratzte Trennnaht.
Die senkrechten Striche sind auch mit der Spachtel eingekratzt und dienen später dazu die Form Passgenau aufeinander zu setzen.






Nach dem wässern fahrt ihr mit einer Spachtel an die Naht und hebelt die Form vorsichtig auf.
Es geht einfacher, wenn man sie erst an mehreren Stellen lockert und dann ansetzt und sie aufhebelt.
Hierbei gilt Vorsicht ist besser als Nachsicht, da bei zu starkem Druck der Gips brechen kann.


 Bei meiner Form nimmt man als erstes die Rückenform ab. Man kommt nun gut von oben an den Ton und kann diesen entfernen.
Außerdem kann man hier z.B die Amierungseisen in den Beinen heraus ziehen.
Wenn genug Ton und Eisen entfernt sind, kann man auch die unteren Hälften auseinander nehmen und den Ton entfernen. Für schwierige Stellen, kann man sich einfach einen stärkeren Draht passend biegen und den Ton so entfernen.
So schaut nun eine fertige Negativform aus.
Mit viel Vorstellungskraft erkennt man die Kurven des Pony als Negativ.











Pixie

Freitag, 23. Oktober 2015

I´m a unicorn

Ich weis nich genau wieso aber aus irgendeinem Grund sind Schnitzschulpartys meistens mit Motto.
Dieses mal war es Gang, mein Plan war ja eigentlich nicht hin zu gehen aber nachdem mich mehrere Leute gefragt hatten dachte ich: Hm tun wir was für die soziale Seite.
Meine ersten Kostümideen sind immer daran gescheitert, dass ich nichts passendes da hatte. Die Idee Hörnchen zu machen hatte ich allerdings schon seit dem WGT als mit jemand erzählte, dass die Hörner auf Haarreifen aus Giesharz sind. Hm ich hab da noch ein schwarzes Kleid, ach geh ich als Einhorn das passt so schön Klischeehaft zu mir.
Allerdings mag Giesharz keine Feuchtigkeit es ist also schonmal rausgefallen.
Als experimentierfreudiger Mensch und LARPer gehört es sich quasi schon Gips, Ton und Latex zu Hause zu haben. Nicht versiegelter Gips ist zwar nicht die optimalste Form für Latex funktioniert aber wenn man giest.
So kam es, dass ich heute quasi "schnell" einfach mal Hörnchen gemacht habe, bzw Hörnchenformen denn bisher sind nur zwei umgesetzt.
Hergestellt hab ich das ganze so:

-Tonmodell

-Gipsnegativ

-Ausschwenken mit Latexmilch
(zu beachten es klebt an sich selbst,um das u verhindern funktioniert Mehl erstaunlich gut)





Das Horn hab ich dann einfach mit Mastex
 festgeklebt und mit ganz normalen Lidschatten und feuchtem Pinsel angemalt.

Alle verwendeten Farben auf den Bildern sind Lidschatten. Wenn man seine Lippe vorher mit Lipbalm wie z.B den von Lush pflegt halten die Pigmente Bombe und die Lippe trocknet nicht aus.



                        Pixie


Dienstag, 20. Oktober 2015

Ton-Medaillen

Es ist schon etwas länger her, da war unser Thema Medaillen schneiden in der Schule.
Hauptthema war Insekten und wenn man die erste fertig hat konnte man noch eine zweite freie machen.
Im Grunde funktioniert das relativ einfach, man nimmt sich eine Gipsplatte in entsprechender Form z.B rund die. Die Platte sollte etwas Dicker sein, damit man mit ihr Arbeiten kann und sie nicht sofort bricht.
Dann fängt man an das Negativ seines Motivs einzuritzen und muss dabei natürlich beachten, dass das was am Ende am weitesten hervor stehen soll am tiefsten in den Gips eingeritzt werden muss.
Denn die Form wird am Ende entweder ausgegossen, z.B mit Wachs oder ausgedrückt z.B mit Brennton und man enthält dann ein Positiv.
Wenn man sich vorher Gedanken macht, geht das relativ gut und macht sehr viel Spaß.
Mein Motiv zum Thema Insekten war ein Hundekopf mit einem Schmetterling auf der Nasenspitze und mein freies Motiv eine Idee zu einem Logo für meine noch nicht vorhandene Selbstständigkeit-ein Spinnrad.


Das weisliche, ist Absicht, man nimmt z.B eine Mischung aus Kalk und Wasser und pinselt die gebrannte Tonmedaille mehrmals damit ein. Danach kann man auch einen Teil wieder abreiben. So betont man Höhen und Tiefen besser.

Pixie

Montag, 19. Oktober 2015

Leuchtsterne

Gekaufte und selbstgemachte Leuchtdingsis gemischt.
Vor einiger Zeit habe ich mir Leuchtsterne aus Gips gemacht.
Dazu habe ich mir eine negativ Tonform gemacht und diese mit Gips ausgegossen.
Als der Gips trocken war, bin ich mit Acrylfarbe darüber und habe alles anschließend mit Leuchtspray eingesprüht.
Sehr Stolz bin ich auch meine kleine Leuchtente, ich denke niemand anderes auf der Welt hat so eine kleine niedliche Leuchtente in seinem Sternenhimmel.

Am schwierigsten war tatsächlich die Anbringung an der Decke. Die einzige Lösung die funktioniert hat war Pappstückchen mit Uhu auf den Gips kleben und dann das Pappstückchen mit Sekundenkleber an die Decke kleben. 


                 
   


Freitag, 16. Oktober 2015

Schon wieder ein Pferd

 
In der Schule haben wir die letzten zwei Wochen, bei gefühltem Minus 10 Grad ein Pony modelliert.
Wir haben draußen modelliert und es war unglaublich kalt, es ging als ich auf die Idee kam eine Wärmflasche an meinen Körper zu binden aber es war trotzdem einfach mehr als ungemütlich.





Das Modellieren selbst hat allerdings schon echt Spaß gemacht, zur Zeit arbeiten wir an einer Gipsnegativform um die Ponys in Beton zu gießen.

Bin schon echt gespannt wie das dann ausschaut.
Jetzt gibts aber erstmal Fotos :-)

Irgendwann kriege ich das mit den Fotos platzieren hier besser hin. Die lassen sich hier teilweise einfach nicht frei platzieren.

video








Pixie

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Der erste Schnee

Meiner Kettensägenarbeit ist ein Modell voraus gegangen.
Aus Ton habe ich einen Venus inspirierten Körper modelliert und auf eine halbe Weltkugel gesetzt.
Um eine Verbindung zwischen den zwei Elementen zu schaffen habe ich dem ganzen Wurzeln gegeben.






Da ich mein Modell mir irgendwie ans Herz gewachsen war, wollte ich es nicht einfach so in die Tonkiste einstampfen und habe es daher in Gips festgehalten.
Obwohl ich nicht abgemessen habe, erkennt man doch sehr die Parallelen zu meiner Stammarbeit.










Oh und es liegt schon Schnee auf den Bergen, zum Glück waren wir mit dem Pferde modellieren schon fertig-sonst wäre ich heute erfroren.



 Pixie

Dienstag, 13. Oktober 2015

Frau aus Holz



Heute zeige ich euch die fertige Kettensägenarbeit. Es ist keine reine Kettensägearbeit, viel wurde aber nicht mit Eisen geschnitzt.
Bis auf die Wurzeln ist der größte Teil einfach nur gesägt.
Dargestellt ist ein mit dem Untergrund verwurzelter  Frauenkörper, der an eine typische Venusskulptur angelehnt ist.

Seitenansicht
Ausschnitt Seite
Seitenansicht
Frontalansicht

Pixie

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Art Yarn

Hier seht ihr mein allererstes klassisches Art Yarn.
Ich hab ja schon eine ganze Menge Garn gesponnen aber nie ein klassisches Art Yarn wie z.B Coils, wellig verzwirnt etc.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr welche Fasermischung das war, sie war aufjedenfall langfasriger und gilt als eher schwierig beim spinnen. 
ungefärbt, verzwirnt
Bei diesem Garn habe ich erst einen dünnen Faden mit absichtlich dickeren Stellen gesponnen und diesen dann um einen vorgefertigen Faden verzwirnt.
gefärbt im nassen Zustand
Am Ende hab ich das Garn dann noch mit Säurefarben gefärbt, was ich von Anfang an vor hatte um das Verhalten des Fasermixes in der Farbe zu beobachten. Die Fasern haben die Säurefarben größtenteils aufgenommen und glänzen sehr stark. Der Faden um den die gesponnene Single gedreht worden ist, hat sich lustigerweiße mit gefärbt obwohl er aus Baumwolle war.
im Käuel gewickelt

Pixie





Dienstag, 6. Oktober 2015

Klischee....

Klischeehafterweiße mögen ja alle kleinen Mädchen Pferde, ich war nie einer von diesen Wendy Lesern oder Reitstunden Nehmerinnen. Aber irgendwie habe ich jetzt, so im halbwegs ausgewachsenen Zustand eine Einhornphase, am liebsten puffelige, schnuffelige, kuschelige eventuell schielende Einhörner. 

So kam die Idee auf mal ein Einhorn zu klöppeln. Freundlicherweise habe ich von einer Bekannten einen passenden Klöppelbrief bekommen und auf den letzten Klöppelmarkt in Abenberg passende Glitzerfäden gefunden. 

Das Ergebnis sieht nun so aus...leider kommen die unterschiedlichen Glitzerfäden nicht so ganz raus auf dem Foto aber ich denke man kann trotzdem genug erkennen.


Pixie