Donnerstag, 26. November 2015

Stemmeisen vs. Goliat

Mittlerweile ist das Pony fast fertig gestellt. Die Nähte kaschieren und eventuell die Oberfläche des Beton zu behandeln fehlt noch.
Einen Namen hat es auch schon, es wurde von einem Mitschüler Goliat getauft, da es so groß geworden ist. 
Heute zeig ich euch wie unser Guss von statten ging.

Leider habe ich keine Fotos vom inneren Gerüst, dazu werden einfach Gewindestangen passend für Füße, Körper etc gebogen, und mit eingeschlossen. Ähnlich wie Amierungseisen beim Formbau in Gips einzuarbeiten. Es hilft die Figur zusammen zu halten und sollte sie später mal kaputt gehen z.B durch Risse fällt sie nicht gleich komplett auseinander.
"fehlende"Gewindestange recht oben
Hierbei muss man darauf achten, dass ein Zugang frei bleibt in dem ein düner Stab hinein passt z.B eines der Beine. Beim Giesvorgang "wabbelt"man die Luft mit Hilfe der Stange aus der Form-die fehlende Gewindestange kann nach dem wabbeln einfach in den flüssigen Beton gesteckt werden.
Wenn die Gewindestangen passend gebogen sind, steckt man sie in die einzelnen Formteile und fängt an den Gips zu isolieren. Man nimmt immer ein Mittel das quasi gegensätzlich zur Giesmasse ist. Bei etwas aus Wasserbasis nimmt man also z.B Öl als Isolierung, wir haben die Form mit ganz normalem Speiseöl eingepinselt. Natürlich sollte man darauf achten, dass man nicht die kompletten Gewindestangen mit Öl bekleckert, die sollen sich ja quasi mit dem Beton verbinden(verzahnen).
Je nach Form macht es Sinn zusätzliche Luftkanäle einzubauen z.B in dem man an einer Luftblasen gefährdeten Stelle(z.B der Kopf) ein Loch bohrt und einen Strohhalm befestigt.
Da mein Kopf eine Verbindung zur Standfläche hatte, war bei mir da schon ein Durchgang. Ich habe dafür in der Mitte des Bauches den Hohlraum den mein Gerüst hinterlasen hat genutzt und einen Strohhalm mit Ton dort fixiert.

Nach dem der Gips warm geworden ist und somit belastbar fixiert man die Form für den Giesvorgang. Wir haben unsere Formen z.B mit Hilfe einer Schraubzwinge an den Beinen des Werktisches befestigt. Die Form sollte möglichst gerade stehen. sollte dies nicht der Fall sein kann man durch das unterlegen von z.B Brettern nach helfen.
Sollten die Gewindestangen zu weit in die Form rutschen, kann man diese mit Draht umwickeln und z.B an der Schraubzwinge fest machen.

Nun rührt man den Beton an, unsere Mischung bestand aus einem Teil Zement, einem Teil Steinmehl, zwei Teilen Sand. Steinmehl und Sand sind Sogenannte Füllstoffe die der Beton braucht um Stabil zu sein, grundsätzlich gilt je größer die Form desto kleiner wird der Zementanteil und trockene Zutaten vor nassen.
Für meine Skulptur habe ich den Eimer etwa dreiviertel gefüllt. Ist das trockene Gemisch fertig und durch gemischt gibt man langsam und stückweise Wasser dazu und rührt sehr gut und sorgfältig um.
Hierbei kann man z.B Fliesmittel mit hinein geben, das erhöht aber die Gefahr das der Beton eine kleine Ritze in der Form findet und aus läuft.






Wenn der Beton fertig gemischt ist füllt man ihn langsam in die Form und fängt an mit dem Stab zu wabbeln. Damit ihr euch das besser vorstellen könnt habe ich euch ein kleines Video gedreht.

video

 Wenn die Form mit Beton gefüllt ist und keine Luftblasen mehr beim wabbeln aufsteigen, kommt die letzte Gewindestange in die Form. Zur Unterstützung der Standfläche haben wir dann noch Hasendraht zugeschnitten und mit hinein gelegt.
Die feuchte Betonoberfläche kann noch glatt gestrichen werden um später eine schöne Standfläche zu haben.



Da Beton gerne sehr feucht ist zum aushärten und das auch unter Wasser kann, könnte man die komplette Form jetzt ein paar Tage ins Wasser legen. Wenn man das nicht macht, da meistens einfach der Platz fehlt sollte man sie Form mit einer feuchten Folie umwickeln.





Beton braucht gut und gerne drei Wochen oder länger zum völligen aushärten, eine gewisse Grundstabilität erreicht er aber weit aus früher circa nach drei Tagen.
Ich habe Freitag früh gegossen und Montag Mittag angefangen den Gips abzuschlagen.
Wenn man den Gips entfernt, trifft man sehr schnell auf Amierungseisen, diese sind zwar ein bisschen nervig schützen aber immer noch die Form und sind daher notwendig.
Man arbeitet sich von den unempfindlichen Stellen z.B Rücken zu den empfindlichen Stellen vor wie etwa die Beine. Fängt man direkt etwa an den Beinen an, hat man ein sehr hohes Risiko das diese einfach abbrechen.
Um die Skulptur zu schützen und die Erschütterungen zu minimieren(Rissbildung)arbeitet man auf einer Unterlage z.B aus Schaumstoff die alles etwas ab federt.
Quasi tödlich in diesem Stadium wäre es die Figur auf die Beine zu stellen, da diese durch die Belastung beim raus hauen sicher abbrechen würden.
Man legt die Figur deshalb hin, wenn man den Gips entfernt.










Hier seht ihr wie spät ich erst den ersten Durchbruch frei gelegt habe.









 Nach dem der komplette Gips weg geschlagen ist, ist die Skulptur nicht sofort fertig. Man hat immer noch kleinere Gipsrückstände, die Naht und muss evtl. abgebrochene Teile kaschieren. 
Als erstes schrupt man die Skulptur mir Wasser ab um Gips und Tonrückstände zu entfernen.
Nun sieht man auch evtl. Schäden besser.





Die Nähte werden mit der Flex entfernt.











 Hier seht ihr einmal das Pony mit Naht und nachdem die Naht weg geflext wurde.
Der Übergang wird noch mit Schleifsteinen sanfter gestaltet.













Wie oben schon geschrieben ich bin noch nicht komplett fertig. Meine Übergänge sind noch nicht fertig bearbeitet und eventuell reibe ich Beton mit z.B Kalkwasser ab-dann kommen die Tiefen besser raus.

Pixie

Donnerstag, 19. November 2015

Post Nr 100

Eigentlich wollte ich euch als 100 Post ja das fertige Pony zeigen aber es ist noch nicht fertig aus dem Gips geschlagen.
Des wegen zeige ich euch heute einen neu gefärbten Kammzug.
Ich habe einen Farbverlauf gefärbt bei dem jede Farbe ein bisschen größer wurde.
Benutzt habe ich wieder die Säurefarben, sie werden mit Essigessence und Wasser an gemischt im Verhältnis 6 ml Essigessence und 200 ml Wasser.
Der Verlauf fängt mit rot an, dann kommt orange, danach gelb, dann grün, als nächstes blau dann violett und dann noch ein dunkleres violett. Insgesamt waren es 200 Gramm Wolle.
Der Strang ist ganz ganz leicht angefilzt aber nicht sehr schlimm-musste ihn leider heiß bewegen weil der Teller meiner Mikrowelle verrutscht war.
Die Farbe gefällt mir sehr gut.


Pixie

Montag, 16. November 2015

Plätzchen :-D

Am Wochenende haben wir Plätzchen gebacken, es gab Lebkuchen, Mürbeteig,  Terassen und Nougatplätzchen.
Mein Ziel waren vor allem hübsche Einhörner was echt gut gelungen ist.






Hier seht ihr die Mürbeteig Plätzchen, die habe ich mit Zuckerguss verziert. In den Zuckerguss hab ich extra weiße Lebensmittelfarbe damit er eben besonders schön weiß wird. Als das trocken war bin ich mit Lebensmittelfarbe gemischt mit Zuckerguss darüber, ein paar Streusel und jede Menge Goldstaub und fertig sind die tollsten Plätzchen der Welt.




Hier seht ihr nochmal die Einhörner, ein paar habe ich auch komplett Gold gestaltet. Der Preis für den Goldstaub war echt okay, circa vier Euro und total ergiebig da hab ich von Lebensmittelfarbe die auch so viel kostet weniger.
Gefunden hab ich ihn übrigens bei Galeria Kaufhof in der Lebensmittelabteilung. Steht bei den Backzutaten und Dekosachen, bzw im Zuckerregal mit dabei.
Die Nougat Plätzchen bestehen aus zwei Teilen, dazwischen ist einfach nur Nougat und verziert sind sie mit Puderzucker.








Meine Terassen habe ich mit einer Mischung aus Puderzucker und Goldstaub garniert. Gefüllt sind sie mit Stachelbeerkonfitüre und Holundergelee. Vor allem Stachelbeere finde ich super lecker.








Pixie

Freitag, 13. November 2015

Wollige Zeiten

Zur Zeit arbeite ich an einem neuen Wollprojekt. Ich wollte Pfauenfarbene Wolle haben und hab dazu einen Merino Kammzug in verschiedene Grüntönen und weiße Seide mit Säurefarben in der Mikrowelle ge- bzw überfärbt.
Da ich die Fasern zusammen mit ein bisschen Angelina Fasern mischen wollte habe ich die Gesamtmenge gewogen was ca 400 Gramm waren und durch 5 geteilt. 100 Gramm werden auf der Kadiermaschinen manchmal schon zu viel.







Dann hab ich alles zwei mal zusammen kadiert.




Da mein Ziel circa 1500 Meter Lauflänge auf 100 Gramm sind muss ich sehr sehr fein spinnen.
Ich denke ich bewege mich irgendwo zwischen Stecknadel und Nähgarnstärke.
Wie viel Lauflänge ich im Endeffekt aber wirklich erzeuge weiß ich noch nicht.
Es wir aber vermutlich noch eine ganze Zeit dauern bis die 400 Gramm gesponnen sind, ich saß jetz schon drei Abende bis Nachts um vier und habe erst ein Vlies geschafft.



Pixie


Montag, 9. November 2015

Li Lo Lu Latex

In den Ferien war ich einfach irgendwie beschäftigt, ich war auf zwei Party, Rofa, Klöppeltreff, in Würzburg etc. kurz ich kam nich zum posten.
Vor den Ferien habe ich aber in einer meiner Nacht und Nebelaktionen noch ein paar Latexteile gemacht.


Entstanden sind ein neues paar Ohren,
ein zweites Hörnchen in Spiralform,
zwei Algen-Korallen-Tentakel Teile,
eine Schnecke, eine Muschel,
vier Böppel, drei neue Schuppen.
 

Vor allem Ohrformen mach ich total gerne, allgemein Latexteile herstellen ist einfach spaßig.
Sobald sie in einem Kostüm verwendet wurden zeig ich euch natürlich noch getragene Fotos.
Hier waren die Ohren mit dabei aber es gibt leider keine guten Fotos.


Pixie






Dienstag, 3. November 2015

Glasperlenspiel

Schon vor einiger Zeit kam ich auf die Idee mal Glasperlen zu machen, leider kam ich nicht zu sonderlich vielen-meine Vermieterin hat Angst vor Gas ^^.
Naja muss das halt einfach noch warten bis ich um die Sommerferien herum umziehe.
Das hier sind aufjedenfall meine ersten Versuche.

                          Pixie